INFORMATIK / INFORMATIQUE

Zeitschrift der schweizerischen Informatikorganisationen
Revue des organisation suisses d'informatique

Nr./No. 2 April/Avril 1995


W3-Experiment für kleinere und mittlere Unternehmungen in der Schweiz

Prof. Peter Schäuble. Inst. für Informationssysteme, ETH Zürich

Im Rahmen des EU-Projekts IDOMENEUS ist geplant, dass in der Schweiz ausgewählte kleinere und mittlere Unternehmungen (KMU) die Möglichkeit erhalten, das World-Wide Web (W3) als Medium für den Informationsaustausch kennenzulernen. IDOMENEUS ist ein durch die Europäische Union (EU) gefördertes Netz im Bereich Informationstechnologie (ESPRIT Network of Excellence, No. 6606). Das Netz IDOMENEUS (Information and Data on Open MEdia for NEtworks of USers) umfasst die drei konvergierenden Gebiete "Datenbanken", "Information Retrieval" und "Multimedia". Es handelt sich um ein Projekt des dritten Rahmenprogrammes, bei dem die schweizerische Beteiligung durch das Bundesamt für Bildung und Wissenschaft (BBW) finanziert wird.

Das W3-Experiment wurde von Ray Welland, Universität Glasgow, vorgeschlagen und am 18. November 1994 durch das IDOMENEUS Executive Board gutgeheissen. Das Ziel des W3-Experiments ist es, KMU mit den neuen Technologien aus dem Bereich des IDOMENEUS-Netzes in Kontakt zu bringen. Für die Koordination dieses Experiments sind Ray Welland (Universität Glasgow, UK), Joachim Schmidt (Universität Hamburg, D), Peter Apers (Universität Twente, NL) und Peter Schäuble (ETH Zürich) zuständig. An der Universität Hamburg wird bereits eine Halbtagesstelle durch IDOMENEUS finanziert.

Die Verhandlungen mit interessierten Firmen wie Pink Software, Kabel New Media sowie einer Gruppe des Verlags Gruner und Jahr haben vor kurzem begonnen. In der Schweiz wurden erste Gespräche mit zwei grossen gemeinnützigen Vereinen geführt, welche je einen Verbund von vielen KMU bilden. Sobald erste Erfahrungen vorliegen, werden wir wieder über dieses W3-Experiment berichten.


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