Dissertation Louis Perrochon
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2.1 Grundlagen
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Programme, die als Clienten auftreten
Die andere Rolle in allgemeinen Client-Server-Architekturen ist diejenige des
Clienten.
Def.:
Der Begriff Client bezeichnet das primär aktive Programm, das von
einem anderen Programm – einem Server – einen Dienst anfordert.
In globalen Informationssystemen greifen Clienten vor allem auf Informationsserver
zu. Die von einem Informationsserver gezielt bezogenen Daten werden durch den
Clienten lokal entweder für die direkte Präsentation aufbereitet oder für eigene
Operationen (Berechnungen, Analysen) verwendet.
In globalen IS treten verschiedene Kategorien von Programmen als Clienten auf.
Sie unterscheiden sich durch die Art der Verwendung der erhaltenen Daten.
Die erste Kategorie von Clienten bilden die Browser, die in globalen IS eine
derartige Bedeutung erhalten haben, dass oft kein Unterschied zwischen Client
und Browser mehr gemacht wird.
Def.:
Ein durch den Endbenutzer interaktiv gesteuertes Programm, das
als Client bei Servern Daten bezieht und diese Daten für die
Präsentation aufbereitet, heisst Browser.
Die Betonung liegt auf dem Begriff interaktiv. Er bedeutet, dass Browser
primär für freie ad hoc Anfragen eingesetzt werden, im Gegensatz zu
Anwendungsprogrammen, die meist spezialisierte, parametrisierte
Anfragemöglichkeiten anbieten. In globalen IS treten Browser oft an die Stelle
der Anwendungsprogramme in Mono-IS. Der Browser ist das einzige
Programm des globalen IS, das der Endbenutzer direkt sieht.
Bsp.:
Die wohl bekanntesten Beispiele eines Browsers sind die verschiedenen
Programme, die verwendet werden, um auf W3 zuzugreifen: Netscape
Navigator, Mosaic, Internet Explorer, etc.
Bsp.:
Ein eher ungewohntes Beispiel eines Browsers ist das Tabellenkalku-
lationsprogramm Excel von Frau Müller (Abschnitt 1.2). Ungewohnt ist
hier der Begriff „Browser“, weil bisher eine Tabellenkalkulation wohl vor
allem als eigenständige Anwendung eingesetzt wurde. Als Teil eines
globalen IS kann sie aber durchaus als Client eingesetzt werden, der
Daten von Informationsservern bezieht und diese darstellt. Excel kann
daher in diesem Fall als Browser bezeichnet werden.
Eine zweite Kategorie von Clienten umfasst die sogenannten Agenten.

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