2.2 IS-Gateways
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Ein IS-Gateway kann mehrere Aufgaben übernehmen: Es vermittelt einerseits
zwischen unterschiedlichen Kommunikationsprotokollen und nimmt bei Bedarf
Änderungen an der Struktur der übertragenen Daten vor. Der sachliche Inhalt (die
Bedeutung) der transformierten Daten bleibt dabei soweit wie möglich unver-
ändert. Andererseits passt es die Struktur der übermittelten Daten an die
Anforderungen des jeweiligen Empfängers an. Diese Strukturänderung im IS-
Gateway wird Transformation genannt. Dafür muss das IS-Gateway allenfalls
minimale Angaben über die Struktur der transformierten Daten verwalten. Ein IS-
Gateway ist jedoch kein selbständiges Informationssystem. Es verwaltet keine
eigenen Nutzdaten, sondern leitet solche nur weiter.
Bsp.:
Das für Frau Müller entwickelte IS-Gateway speichert keine Daten,
sondern leitet nur die Daten des Mono-IS weiter.
Oft werden mehrere IS-Gateways hintereinander eingesetzt, z. B. wenn beste-
hende IS-Gateways wiederverwendet werden können. Damit ergibt sich eine
Kaskade von IS-Gateways, die jedoch systematisch in Interaktionskonstrukte
zerlegt werden kann. In Bild 2.12 mit zwei IS-Gateways A und B übernimmt das IS-
Gateway A die Rolle des Clienten gegenüber IS-Gateway B. Umgekehrt spielt IS-
Gateway B die Rolle eines Servers für das IS-Gateway A.
AC
C
S
A-Server
Client
B
A
S
Server
A-Client
BC
B-Server
C
C
B
S
B-Client
I-Quelle
Browser C
IS-Gateway A
IS-Gateway B
Zeit
Bild 2.12 Kaskade von IS-Gateways