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2 Ausgangslage
2.4 Grenzen von IS-Gateways
2.4.1 Effizienzeinbussen
Der Haupteinwand gegen die Verwendung von IS-Gateways kommt von Inte-
gralisten, die sich gegen jede Aufteilung als solche wehren, da die Aufteilung
eines grossen Systems in verschiedene Teilsysteme normalerweise zu Effizienz-
einbussen führt. Dies gilt umso mehr, wenn statt einfacher Schnittstellen ganze
Umsetzungsprogramme, eben IS-Gateways, eingesetzt werden.
Es ist kaum zu bestreiten, dass ein IS-Gateway zur Laufzeit zusätzliche
Ressourcen (Speicher, Rechenzeit,
) benötigt. Demgegenüber stehen die
verhinderte Systemkomplexität und Einsparungen, die durch einfachere
Programme erzielt werden. Beim heutigen Verhältnis der Kosten für
Computerhardware einerseits und für die Entwicklung und Wartung von
Programmen andererseits fallen jedoch Einsparungen bei der Entwicklung und
Wartung wesentlich stärker ins Gewicht. In allen in dieser Arbeit diskutierten Fällen
ergibt sich deshalb eine echte Einsparung beim Einsatz von IS-Gateways.
2.4.2 Auch IS-Gateways müssen angepasst werden
Selbstverständlich müssen auch IS-Gateways periodisch an veränderte Rahmen-
bedingungen angepasst werden. Anpassungen an geänderte Schnittstellen einer
Informationsquelle sind jedoch einfacher in einem IS-Gateway durchzuführen als in
unzähligen Programmen, die als Clienten direkt auf eine Informationsquelle
zugreifen. Im Falle einer nach aussen wirksamen Änderung am IS-Gateway selbst
können altes und neues IS-Gateway nebeneinander betrieben werden. Dies ist
möglich, weil ein IS-Gateway keine eigenen Nutzdaten unterhält und damit keine
Konsistenzprobleme auftreten. So können nach der Installation eines neuen IS-
Gateways alle betroffenen Programme nach und nach geändert und getestet
werden. Die Migration auf ein neues IS-Gateway ist also zeitlich unkritisch.
2.5 Andere Ansätze mit Bedeutung für globale
Informationssysteme
Im folgenden werden einige verwandte kommerzielle Angebote und For-
schungsprojekte diskutiert. Dabei steht nicht die Auflistung der einzelnen Projekte