Dissertation Louis Perrochon
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USAMMENFASSUNG
Mit der Verfügbarkeit von immer leistungsfähigeren und billigeren weltweiten
Datennetzen entsteht eine stark wachsende Nachfrage nach integrierter Nutzung
der durch diese Datennetze erschliessbaren Informationsquellen. Eine solche
integrierte Nutzung von beliebig vielen, beliebig heterogenen Teilsystemen wird
durch globale Informationssysteme ermöglicht. Globale Informationssysteme
stellen hohe, aber spezifische Anforderungen an die Einbindung von Teilsystemen.
So müssen die Teilsysteme beispielsweise mit anderen zusammenarbeiten
können, ohne speziell darauf vorbereitet zu sein.
Die bisherigen Ansätze zur Integration von Datenbanken, etwa die Bildung von
verteilten, föderierten oder Multidatenbanken, eignen sich nicht für globale In-
formationssysteme. Erstens gehen sie von Datenbanken als Teilsystemen aus und
stellen somit hohe Anforderungen an die einzubindenden Teilsysteme. Zweitens
versuchen sie, die Einbindung mit einer Perfektion zu erreichen, die oft weder
nötig noch erwünscht ist. Sie verlangen im wesentlichen, dass sich die
Teilsysteme mehr oder weniger einem globalen Ziel unterordnen.
Diese Arbeit zeigt einen anderen Weg. Die einzubindenden Teilsysteme bleiben
unverändert funktionsfähig, der Zugang zu den daraus erhältlichen Informationen
erfolgt über geeignete Zwischenelemente, sogenannte Gateways. Dabei lassen
sich Gateways für bestimmte Typen von Informationssystemen systematisch
bereitstellen. Mit diesem Ansatz gelingt es, auf heterogene, bestehende
Informationssysteme ohne Änderung derselben in einer neuen, integrierten Art
zuzugreifen. Im Vordergrund steht dabei der Lesezugriff. Für Mutationen bleiben
die einzelnen Teilsysteme zuständig.

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