Dissertation Louis Perrochon
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2 Ausgangslage
konzentriert sich damit typischerweise auf physisch verteilte Datenbanken (mit
einheitlichem Datenschema) und allenfalls auf föderative Systeme (mit einem
übergreifenden, „unternehmensweiten Datenschema“ [Zehnder 96]). Unter dem
Oberbegriff „Schemaintegration“ wird heute versucht, die obigen Erfolge auf
verbundene Datenbanken auszuweiten. Verbundene Datenbanken sollen
automatisch (oder eventuell mit manueller Unterstützung) in ein „globales Daten-
schema“ eingeordnet werden, um dann die bekannten Techniken der föderierten
Datenbanken anwenden zu können [Sheth 91], [Sheth, Kashyap 92], [Levy et al.
95], [Arens et al. 94].
Für heterogene Systeme wurden bisher in Einzelfällen Erfolge erzielt. Allgemein
erfolgreiche Lösungen wurden jedoch noch nicht präsentiert.
2.6 Schlussfolgerungen aus Kapitel 2
Die erste der drei Hypothesen in Abschnitt 1.3 lautete:
Hypothese 1: 
Zur globalen Integration von Informationssystemen reicht die Definition
präziser Schnittstellen alleine nicht aus. Im allgemeinen Falle sind zu-
sätzliche Programme (IS-Gateways) notwendig, um die Lücken zu
schliessen.
Im Abschnitt 2.3 wurden technische Gründe angeführt, weshalb es bei der
Einbindung von bestehenden Informationssystemen nicht immer möglich ist, eine
gemeinsame Schnittstelle zwischen zwei Systemen zu definieren. Diese werden
im nächsten Kapitel vertieft behandelt. In den Kernbereichen Extraktion und
Integration wurde in praktisch allen verwandten Arbeiten die Einführung von
zusätzlichen IS-Gateways mit aktiv vermittelndem Charakter notwendig. Weiter
wurde in Abschnitt 2.3 gezeigt, dass eine gemeinsame Schnittstelle zwischen
Systemen in gewissen Fällen aus wirtschaftlichen Gründen gar nicht erwünscht ist.
Insofern wird die erste Hypothese bestätigt. IS-Gateways werden benötigt, weil
Schnittstellen aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht ausreichen. In
verschiedenen Zusammenhängen wurden deshalb bis anhin problemspezifische
Lösungen realisiert.
Eine Übersicht über solche Ansätze bildete den Rest dieses Kapitels. Sie
veranschaulicht, dass das Problem (mindestens Teilprobleme) bekannt ist und

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