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3 Theoretische Grundlagen von IS-Gateways
durchgeführt werden. In konkreten Beispielen werden jedoch häufig spezifische IS-
Gateways implementiert ([Ronchetti 95], [Barta, Hauswirth 95]). Als Grund wird oft
angegeben, dass die Situation jedesmal anders sei. Dieser Argumentation muss
jedoch widersprochen werden: Es gibt in den meisten Fällen genügend Gemein-
samkeiten, die eine Realisierung von generischen IS-Gateways nahelegen. Wenn
im Einzelfall ein spezifisches IS-Gateway besser geeignet ist, lohnt sich
mindestens während der Entwurfsphase die Verfolgung der hier vorgestellten
Prinzipien. Im TSIMMIS-Projekt wird ein ähnlicher Ansatz verfolgt. Zwar werden
spezifische IS-Gateways implementiert, die gemeinsamen Teile werden jedoch
durch die Bereitstellung einer Programmbibliothek nur einmal implementiert
[Papakonstantinou et al. 94].
Bsp.:
Um Frau Müllers Problem zu lösen (Beispiel aus Abschnitt 1.2) wird die
Informatikabteilung erst abklären, ob ein fertiges Produkt eingesetzt
werden kann. Ein solches wird entweder genau auf die Situation (Excel,
Mono-IS mit Datenzugang nur über die Benutzerschnittstelle)
zugeschnitten sein (spezifisches IS-Gateway) oder muss zuerst an die
spezielle Situation angepasst werden (generisches IS-Gateway). Falls
kein Produkt verfügbar ist, wird ein Ingenieur wahrscheinlich möglichst
schnell ein spezifisches (und daher unsystematisches) IS-Gateway
entwickeln. Sobald das Problem aber firmenweit öfters in ähnlicher Form
auftaucht, wird ein generischer Ansatz interessant.
3.2.2 Funktionalitätsumfang von Transformation und
Vermittlung
Die dritte Dimension aus Bild 3.1 wird durch den Funktionalitätsumfang von
Transformation und Vermittlung aufgespannt. Das IS-Gateway kann nämlich dem
Clienten
die Funktion des angesprochenen Servers möglichst unverändert zur
Verfügung stellen (verbindendes IS-Gateway),
die Serverfunktionen teilweise auf den Clienten ausrichten (Mischlösung) oder
nur normierte, clientorientierte Serverfunktionen anbieten (integrierendes IS-
Gateway)