3.3 Klassifikation nach IS-Gatewayfunktionalität
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Die drei Hauptkommunikationsparadigmen, meldungsorientierte Kommunikation
(asynchron), entfernte Prozeduraufrufe (synchron) und dialogbasierte Kommunika-
tion (synchron), vertreten somit nicht einheitliche Kommunikationsarten. Die
Vermittlung zwischen diesen verschiedenen Paradigmen der Kommunikation
bildet eine Kernaufgabe für IS-Gateways.
Meldungsorientierte Kommunikation
In meldungsorientierten Systemen kommunizieren zwei Partner miteinander,
indem sie sich Meldungen zukommen lassen. Die Mitteilungen werden beim
Empfänger in Meldeschlangen zwischengespeichert, damit der Sender nicht auf
die Antwort warten muss sondern weiterarbeiten kann. Sobald eine Meldung
übertragen ist, wird die Verbindung unterbrochen (rechts in Bild 3.3). Die Kom-
munikation ist demnach asynchron und auch für sehr lose verbundene Systeme gut
geeignet. Ein Spezialfall von meldungsorientierter Kommunikation ist die Object
Request Broker Technologie (z. B. in CORBA). Die durch den Object Request
Broker vermittelten Meldungen sind in diesem Fall nicht Meldungen im
allgemeinen Sinne, sondern im objektorientierten Sinn, Aufrufe von Methoden von
Objekten.
Server
Client
SSC
SS
S
I-Quelle
Browser
Verbindung zwischen Client und Server offen
Zeit
Bild 3.4 Meldungsorientierte Kommunikation
Entfernte Prozeduraufrufe (RPC)
Entfernte Prozeduraufrufe (Remote Procedure Calls, RPC) kommen seit über
einem Jahrzehnt in den meisten Datenverwaltungssystemen zum Einsatz. So ver-
wundert es denn kaum, dass diese Technik für die Zusammenarbeit zwischen
Teilsystemen sehr häufig verwendet wird. Bei der Kommunikation mit RPC wird für
eine Interaktion (d. h. einen Prozeduraufruf) eine Verbindung durch den Clienten
aufgebaut. Diese bleibt offen, bis der Server geantwortet hat (d. h. bis die Proze-
dur abgearbeitet ist). Danach wird die Verbindung durch den Server abgebrochen.