Dissertation Louis Perrochon
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3.6 Komponenten eines IS-Gateways
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Eine andere Rolle spielt die Bedeutung der Daten für die Durchführung der
Transformation selbst. Prinzipiell sollte das IS-Gateway unabhängig von der
Bedeutung der Daten arbeiten. Gerade weil aber die Transformation
semantikerhaltend sein soll, muss die Bedeutung der Daten trotzdem oft bekannt
sein. Allgemein wird eine Transformation, die völlig ohne Rücksicht auf die
konkrete Bedeutung der Daten durchgeführt wird, nur ansatzweise möglich sein.
Auf die Bedeutung der Semantik wird nicht näher eingegangen. Verwiesen sei
aber etwa auf [Sheth 91], [Sheth, Kashyap 92] und [Wiederhold 94].
3.6 Komponenten eines IS-Gateways
3.6.1 Die IS-Gateway Referenzarchitektur
In diesem Abschnitt wird eine Referenzarchitektur für den Aufbau eines generi-
schen IS-Gateways definiert. Sie ist schematisch in Bild 3.16 dargestellt. Die
Referenzarchitektur beschreibt ein IS-Gateway durch grundlegende Elemente, die
dazwischenliegenden Schnittstellen und dem Zusammenwirken der Elemente.
Dadurch wird keine physische Implementation vorweggenommen. Im konkreten
Einzelfall werden eventuell nicht alle Elemente benötigt oder einzelne Elemente zu-
sammengelegt. Die Elemente der Referenzarchitektur sind Programm-Module und
Datenbestände:
Die Programm-Module erbringen die Funktionalität,
die statischen Datenbestände beschreiben jeweils die Eigenheiten von Client
und Server sowie die notwendigen Transformationen, und
die dynamischen Datenbestände speichern die aktuellen Zustandsinfor-
mationen über IS-Gateways und Kommunikation.
Idealerweise kann ein universelles generisches IS-Gateway implementiert werden,
das mit einer passenden Beschreibung zwischen beliebigen Clienten und Servern
vermitteln kann. Dieses hochgesteckte Ziel ist jedoch höchstens mit
unverhältnismässigem Aufwand zu erreichen. Zu gross sind die Unterschiede
zwischen beliebigen Servern. Generische IS-Gateways, die auf gewisse Klassen
von Clienten und Servern beschränkt sind, können jedoch mit vertretbarem
Aufwand implementiert werden. Dies zeigten die Erfahrungen bei den im Rahmen
dieser Arbeit realisierten IS-Gateways. „Teure“ Aspekte in der Realisation von IS-

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