School Goes Internet
Navigation bar
  Home Start Previous page
 20 of 187 
Next page End Inhalt 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25  

8
2  Grundlagen
In Größe und Struktur unterscheidet sich das Internet ganz erheblich von
den ursprünglichen Online-Informationsdiensten wie z. B. Bildschirmtext,
Btx, SwissOnline, T-Online, America Online (AOL), oder CompuServe, die
mit wenigen, zentral verwalteten Großrechnern arbeiten. Der Anwenderin
oder dem Anwender bleiben die komplexen Strukturen des Internet jedoch
weitgehend verborgen.
Der Erfolg des Internet ist zu einem Teil gerade in seiner chaotisch
anmutenden Struktur begründet. Im Gegensatz zu den traditionellen In-
formationsdiensten beeinträchtigt der Ausfall eines Rechners die Lei-
stungsfähigkeit des Internet nur marginal. Die übrigen Rechner können
weiter zusammenarbeiten.
An das Internet waren ursprünglich neben öffentlichen Institutionen
und Universitäten nur große Firmen angeschlossen. Seit längerer Zeit fin-
den sich aber auch kommerzielle Unternehmen im Netz, sogenannte In-
ternet-Zugangsanbieter (Internet Service Provider, Internet Access Pro-
vider), welche den Zugang zum Internet auch Privaten gegen Bezahlung
anbieten.
Um solche Vielfalt zu ermöglichen, sind minimale einheitliche Normen
notwendig. Im Internet sind dies Normen für die Kommunikation. Alle
Rechner im Internet kommunizieren mit Hilfe definierter Protokolle. Ein
Protokoll ist ein Satz von Regeln, nach denen zwei Rechner Daten aus-
tauschen. Solche Protokolle regeln beispielsweise, wie die übertragenen
Daten gekennzeichnet werden sollen, damit sie am richtigen Ort an-
kommen. Die Protokolle des Internet werden unter dem Oberbegriff
›TCP/IP‹ (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) zusammen-
gefaßt. TCP und IP sind jedoch nur die beiden wichtigsten Protokolle, auf
deren Grundlage die meisten anderen aufbauen.
Der Datenverkehr basiert darauf, daß jeder Rechner im Netz (Internet-
Rechner, engl. site) eine IP-Nummer besitzt und somit eindeutig
identifizierbar ist. Eine IP-Nummer besteht aus vier Zahlen zwischen 0 und
255, die durch Punkte getrennt sind, zum Beispiel 129.132.167.3,
wobei ein Teil der Zahlen das Netz bzw. die Unternetze und der Rest der
Zahlen den Computer selbst eindeutig kennzeichnen.
Da sich diese auf Zahlen basierenden IP-Nummern schlecht merken
lassen, können die Rechner zusätzlich mit Namen versehen werden, zum
Beispiel: educeth.ethz.ch.
Dabei ist educeth der Name des
Rechners,
ethz
die Netzzone und
ch
eine Landesbezeichnung. In diesem
Fall steht ch für die Schweiz. Für Deutschland steht de, für Österreich at.
Rechner in den USA werden nicht mit einer Landesbezeichnung, sondern
mit Nutzungsklassen gegliedert. So steht
com
für commercial (Firmen).
Weitere gängige Bezeichnungen in den USA sind gov für governmental
(Regierungsstellen) und
edu
für educational (Universitäten). Die
vollständige Liste der Länderkurzzeichen findet sich in Abschnitt 7.1.
Solange Ihr Computer über
Modem mit dem Internet
verbunden ist, sind Sie
online
. Wenn Sie Ihren
Computer ohne Verbindung
zum Internet benutzen,
arbeiten Sie offline.
Spanisches Hofprotokoll?
Identifizierung
von Rechnern